Februar 2019

Auch im Februar konnten die Finanzmärkte einen Teil der Abwärtskorrektur vom vergangenen Dezember wettmachen. Seit Jahresbeginn sind der US-Index S&P 500 und der europäische Stoxx 600 um 11,1% (davon 3% im Februar) bzw. 10,4% (davon 3,9% im Februar) gestiegen. Diese Zahlen spiegeln die Erleichterung der Anleger wider, bei denen sich die Angst vor einem krassen Zinsanstieg legt und auch die Sorgen hinsichtlich eines Handelskriegs zwischen den USA und ihren Handelspartnern sowie eines vollkommen ungeordneten Brexit nachlassen. Angesichts dieser Zufriedenheit ist zu erwarten, dass die Anleger ihre Aufmerksamkeit nun wieder auf die Fundamentaldaten der Wirtschaft und der Unternehmen richten werden.

Diesbezüglich stützen gewisse Signale in den Ergebnisveröffentlichungen für 2018 die Erwartung, dass es in diesem Jahr zu einer weltweiten Konjunkturabkühlung kommt. BASF erwartet für 2019 ein weltweites Wachstum von 2,8% (ggü. 3,2% im Jahr 2018) und eine anhaltende Nachfrage im Industriesektor sowie einen daraus resultierenden Umsatzanstieg um 2,7% in der Chemiebranche. Die Bobst Group, weltweit größter Hersteller von technischen Anlagen und Maschinen für die Verpackungsindustrie, erwartet für 2019 kein weiteres Umsatzwachstum, sondern verweist auf die zurückhaltenden Investitionsabsichten in der Branche, die traditionell als Frühindikator für die Konsumgüterbranche gelten. Im Hinblick auf die Investitionstätigkeit und die industrielle Automatisierung geht Schneider Electric für 2019 von einem organischen Wachstum von 3% bis 5% aus, nachdem 2018 6,6% verzeichnet wurden. Und schließlich dürfte der Welthandel die Konjunktur nur in geringerem Maße stützen: Kühne + Nagel erwartet für dieses Jahr einen Anstieg des Frachtaufkommens um 2% bis 3% gegenüber mehr als 5% im Jahr 2018.  

Angesichts dieser Signale ist Vorsicht und die Einhaltung unserer grundsätzlichen Anlagestrategie geboten, die auf die Qualität und Bewertung der ausgewählten Titel setzt. In taktischer Hinsicht hat uns die gute Entwicklung der Märkte seit Jahresbeginn im Februar dazu veranlasst, die Aktienquote des Teilfonds Rouvier Valeurs durch den Einsatz von Derivaten zur Absicherung von 87% auf 82% abzusenken.  

Die Teilfonds der SICAV Rouvier haben sich im Februar bravourös geschlagen. Insbesondere der Rouvier Europe konnte ein Plus von 4,5% verzeichnen (10,2% seit Jahresbeginn). Der Rouvier Valeurs – wenngleich nicht vollständig investiert und defensiver ausgerichtet – verzeichnet seit dem 1. Januar eine Wertentwicklung von 8,8% (davon 3,7% im Februar), während sich das Plus seines abgesicherten Pendants, des Rouvier Évolution, auf 5,8% beschränkt (davon 3,1% im Februar). Der Rouvier Patrimoine schließlich konnte bis Ende Februar bei einem leicht im Minus liegenden Anleiheindex um 1,8% zulegen.

 

Monatliches factsheet