Dezember 2019

2019 war ein fulminantes Jahr für die Börsen: Der amerikanische S&P 500 und der europäische Eurostoxx 600 werteten um 28,9% bzw. 23,2% auf. Damit haben sie die enttäuschenden Entwicklungen von 2018 weitgehend ausgeglichen und liegen nun 9,9% bzw. 3,0% über ihren Vorjahreshöchstwerten.

Gleichzeitig schwächte sich das weltweite Wachstum ab: Die OECD erwartet für 2019 eine Zunahme des weltweiten realen BIP um 2,9%, nachdem sie zu Jahresbeginn noch ein Plus von 3,2% prognostiziert hatte und 2018 ein Wert von 3,5% erreicht worden war. Auch die geopolitische Lage bot reichlich Anlass zur Sorge – vom Handelskrieg, den das Weiße Haus gegen den Rest der Welt angezettelt hat, über die Spannungen in Nahost bis hin zu den diversen Scherereien in Europa. Die Stimmung an den Börsen erscheint vor diesem Hintergrund in mancherlei Hinsicht paradox. Einen Grund für die positive Entwicklung liefert freilich zunächst einmal die 2018 durch Rezessionsängste ausgelöste Kurskorrektur, doch auch der – teils andauernde, teils erneut eingeschlagene – expansive Kurs der Zentralbanken und die sinkenden Zinsen haben ihren Teil dazu beigetragen. So gaben zwischen Januar und Jahresende die Renditen auf 10-jährige US-Treasuries von 2,8% auf 1,9%, auf deutsche Bundesanleihen von 0,26% auf -0,25% und auf französische OATs von 0,7% auf 0,1% nach. Angesichts des Niedrigzinsumfelds, in dem knapp 25% des weltweiten Anleihevolumens negativ verzinst sind, gibt es für langfristige Anlagen kaum eine Alternative zu Aktien.

2019 war eine aktive Verwaltung dringend erforderlich, um eine solide Wertentwicklung zu erzielen und gleichzeitig ein Aufwärtspotenzial für 2020 zu bewahren. Der Quality & Value-Prozess, der dem Verwaltungsansatz in den Teilfonds der SICAV Rouvier zugrunde liegt, hat in dieser Hinsicht gehalten, was er verspricht.
Der Rouvier Valeurs mit einem Aktienmarktexposure in Höhe von 81% am Ende des Jahres (unter Berücksichtigung von Derivaten) verzeichnete eine Wertsteigerung um 25,6%, ist dabei mit einem KGV auf Basis der erwarteten Gewinne von höchstens 12,8 aber nicht überbewertet.
Der Rouvier Évolution wurde mit seiner Aktienquote in Höhe von 50% am Jahresende den Erwartungen gerecht: Sein Plus von 12,6% bescherte ihm sein bisher bestes Ergebnis innerhalb eines Kalenderjahres. Gleiches gilt auch für den in erster Linie defensiv ausgerichteten Rouvier Patrimoine, der mit seinem Aktienanteil von durchschnittlich 18% in 2019 eine Wertentwicklung von 4,3% zum Jahresende verbuchte.
Der Rouvier Europe, dessen Profil ein vollständiges Investment in Aktien vorsieht, hat seinerseits um 26% aufgewertet und hält eine Liquiditätsreserve von 7,5% für weitere Anlagen vor. Sein KGV liegt bei 11,8 auf Basis der erwarteten Gewinne, was von seinem besonders ausgeprägten Value-Fokus und seinem weiteren Aufwärtspotenzial zeugt.

Aus heutiger Sicht scheinen die Rahmenbedingungen 2020 denen des Vorjahres recht ähnlich zu sein: Zu erwarten ist eine Stabilisierung und vielleicht sogar eine leichte Erholung des weltweiten Wachstums in einem weiterhin unsicheren geopolitischen Umfeld. Nach einem gewinnträchtigen Börsenjahr könnte unsere konsequente Ausrichtung auf die Unternehmensbewertungen den entscheidenden Unterschied machen.

 

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